Tiertrainer Frank Inn

Der Tiertrainer Frank Inn wurde u.a. bekannt als Trainer der Hunde der Benji-Filmreihe. Er trainierte aber noch einige andere Tiere, auch Katzen.

Ein sehr bekannter US-amerikanischer Filmtiertrainer war Frank Inn. Frank Inn wurde als Elias Franklin Freeman am 8. Mai 1916 in Cumby, Marion County, Indiana, geboren. Er starb am 27. Juli 2033 in Saugus, Sant Clarita, Kalifornien.

Bekannt wurde der Tiertrainer als Trainer der Hunde der Benji-Filmreihe. Frank Inn war aber kein reiner Hundefilmtrainer, er bereitete verschiedene Tiere für ihre Auftritte in Filmen vor.

Leben Frank Inn

Elias Franklin Freeman wuchs in einer Quäker-Familie auf. Als er 17 war brach er mit seiner Familie und änderte seinen Namen in Frank Inn. Mit neuen Namen ging es dann nach Hollywood. Hier versuchte er, im Filmbusiness Fuß zu fassen. Nach einem schweren Autounfall lernte er dann Tiertrainer.

Beginn seiner Filmtiertrainer Karriere

Seine Filmtiertrainer Karriere begann Frank Inn als Hundetrainer. Für die Filmreihe Der dünne Mann trainierte er als Assistent den Hund Skippy (auch als Asta bekannt). Der Drahthaar-Foxterrier trat in den 1930er Jahren in zahlreichen Filmen auf. Der dünne Mann (1934) war der erste Film, in dem Skippy zum Einsatz kam.

1943 wurde Frank Inn dann Assistent von Rudd Weatherwax, der Lassie-Darsteller Pal trainierte, wieder einen Hund.

Frank Inn wird eigenständiger Tiertrainer

Anfang der 1950er Jahre löst sich Frank Inn von Rudd Weatherwax. Er beginnt eine eigenständige Tiertrainerlaufbahn. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Zu seinen größten Stars gehört dann die Katze Orangey. Orangey, eine orangefarbene Hauskatze, gehörte zu den gefragten Katzen ihrer Zeit, sie spielte in Kinofilmen (Die unglaubliche Geschichte des Mister C. (1957), Frühstück bei Tiffany (1961), das Tagebuch der Anne Frank, 1959) mit und hatte Auftritte in der Fernsehserie Our Miss Brooks (1952-1958). Zu Orangey gesellte sich der Basset Hound Cleo (Meine Braut ist übersinnloich, 1957). Aber Frank Inn beschränkte sich nicht nur auf Hunde und Katzen, er trainierte auch andere Tiere, die in Fernsehserien mitspielten, wie das Schwein Arnold Ziffel (Green Acres), die Schimpansen in Lancelot Linksowie mehrere Tiere in The Secret Lives of Waldo Kitty, M Three Sons und The Beverly Hillbillies.

Higgins und Benji-Filmreihe

Bekannt wurde Frank Inn vor allem als Hundetrainer der Benji-Filmreihe. Zunächst trainierte er dabei den Hund Higgins (1957-1975), einen Mischling, der der erste Darsteller von Benji war. Higgins hatte Frank Inn aus deinem Tierheim in Burbank, Kalifornien, gerettet. Ebenso wurde Benjean, Higgins Tochter, von Frank Inn trainiert. Diese hatte Higgins Nachfolge übernommen und war erstmals in Benji in Gefahr (1977) in dieser Rolle zu sehen.

Frank Inn stand auch vor der Kamera

Frank Inn war aber nicht nur als Tiertrainer hinter der Kamera im Einsatz, auch vor der Kamera kam er zu Gastauftritten. So war er in Mooch Goes to Hollywood (1971), Hawmps! (1976) und Benji - Sein größtes Abenteuer (1987) zu sehen. Hier spielte er sich selbst, den Filmtiertrainer Frank Inn.

Ehrungen Frank Inn

Frank Inn war der erste Künstler, der von der Internationalen Associaction of Canine Professionals in deren IACP Hall of Fame aufgenommen wurde. Und die von ihm trainierten Filmtiere räumten ca. 40 Patsy Awards (den Oscar der Tierwelt) ab. Hier waren besonders die Katze Orangery (für ihre Rolle in Rhubarb, The Incredible Shrinking Man und Frühstück bei Tiffany) aber auch das Schwein Arnold Ziffel (Green Acres) sehr erfolgreich, beide Tiere gewannen je drei der begehrten Auszeichnungen.

Privatleben Frank Inn

Im Jahre 1946 heiratete Frank Inn Juanita Heard. Sie assistierte ihm als Trainerin. Das Paar hatte drei Kinder. Die Ehe hielt 50 Jahre lang, bis zum Tod von Juanita Heard im Jahr 1996. Nach ihrem Tod zog sich Frank Inn aus dem Filmbusiness zurück, blieb aber als Tiertrainer aktiv. Er schrieb Gedichte und bestückte ein Museum mit Erinnerungsstücken aus seiner langen Karriere und Ausbildung. Frank Inn starb schließlich 2003 im Alter von 86 Jahren nach kurzer Krankheit. Im Laufe seiner Karriere als Filmtrainer hatte er einige seiner Tiere überlebt. Viele von ihnen hatte er einäschern lassen und sein letzter Wunsch war wohl gewesen, mit der Asche seiner Tiere beerdigt zu werden.

Der Tierfreund

Frank Inn konnte es gar nicht ertragen, wenn eigentlich gesunde Tiere eingeschläfert werden sollten. So rettete er nicht nur Higgins aus dem Tierheim, sondern auch andere Tiere. Tiere, die er selbst nicht behalten konnte, vermittelte er an Freunde und Verehrer als Haustiere. In einem Interview erzählte Frank Inn einmal, dass er und seine Helfer einmal mehr als tausend Tiere in ihrer Obhut gehabt hätten, alleine die Versorgung mit Fressen dieser Tiere, hätten ihm ca. 400 Dollar am Tag gekostet.