Strongheart

Strongheart war ein in Deutschland geborener deutscher Schäferhund, der in den USA als Filmhund Karriere machte. Am Ende starb der Hund nach einer Verletzung am Filmset.

Trailer Strongheart


Etzel von Oeringen (Geringen, Oringen, Eringen) war ein Filmhund der 1920er Jahre. Etzel von Oeringens Künstlername war Strongheart, unter diesen Namen wurde der Deutsche Schäferhund zumindest berühmt.

Geboren wurde Strongheart am 1. Oktober 1917 (oder 1918) in Deutschland. Der Filmhund starb am 24. Juni 1929 in Los Angeles, Kalifornien. Strongheart ist einer von bislang vier Hunden, die einen Stern auf dem Walk of Fame erhalten haben (bis März 2012 waren es zumindest nur vier so geehrte Hunde).
Filmhund Strongheart
Filmhund Strongheart

Etzel von Oeringen stammte aus der Zucht des Quedlinburger Hallenmeister Robert Niedhardt. Dieser verkaufte neben Strongheart noch andere Hunde aus seinen Zuchtzwinger in die USA, zumindest belegt dies das SV-Körbuch von 1925 (Verband für deutsche Schäferhunde).

Strongheart kommt zum Film

In Deutschland hatte Etzel noch eine Ausbildung zum Polizeihund erhalten und beim Deutschen Roten Kreuz Einsätze absolviert. In den frühen 1920er Jahren wurde er dann von Laurence Trimble und Jane Murfin in die USA gebracht. Die beiden hatten in Europa gezielt nach einen Hund gesucht, der sich als Filmhund eignen würde. Es dauerte wohl etwas, um die Erziehung zum Polizeihund zu kompensieren. Als früher Tierdarsteller wirkte Strongheart dann in sechs Filmen mit und eroberte auch die Herzen der Zuschauer. Laurence Trimble und Jane Murfin hatten zuvor schon mit dem Filmhund Jean, dem Vitagraph Hund, gearbeitet. Durch Strongheart und seine Filme wurde die Rasse Deutscher Schäferhund in den USA sehr populär. Den Weg zum Film hatte Strongheart ein anderer Schäferhund geebnet, der berühmte Rin Tin Tin.

Sein Beruf wurde Strongheart schließlich zum Verhängnis. Bei Dreharbeiten im Jahr 1929, also elf Jahre bevor die American Humane Association ihre Arbeit zum Wohle von Tieren beim Filmdreh aufnahm, rutschte Strongheart aus und erlitt schwere Verbrennungen durch eine heiße Filmleuchte. Monate später starb der Schäferhund dann an den Folgen dieser Verletzungen, es hatte sich ein Tumor gebildet, der letztlich seinen Tod verursachte. .

Nachkommen von Strongheart

Strongheart hatte als Rüde mit der Hündin Lady Jule Nachwuchs. Nachkommen aus dieser Linie sind noch heute nachweisbar. Lady Jule und Strongheart hatten für den Film The Love Master zusammen vor der Kamera gestanden. Zu ihren Nachkommen gehörte auch Lightning, ein tierischer Kinostar der 1930er. Ein weiterer Enkel der beiden, Silver King, spielte ebenfalls in verschiedenen Filmen mit.

Walk of Fame Strongheart

Sein Stern auf dem Walk of Fame befindet sich beim Gebäude Nr. 1724 der Vine Street in Hollywood. Eine Hundefuttersorte wurde nach Strongheart benannt und J. Allen Boone schrieb nach dem Tod des Filmhundes die Bücher Letters to Strongheart und Kinship with All Life über ihn. In diesen Büchern geht es unter anderem um Tierkommunikation und um das Überleben der Seele des Hundes nach dem Tod. Beide Bücher sind wohl bis heute Klassiker des Spiritualismus.

Filme mit Strongheart