Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft

Den Hund Hachiko gab es wirklich, er lebte in Japan und wurde berühmt für seine Treue zu seinem Herrchen. Dieser wird im Film von Richard Gere gespielt.

Trailer Hachiko (2009)


Hachiko ist einer der Hundefilme, bei denen es eine echte Vorlage für den Film gab. In diesem US-amerikanischen Spielfilm mit Richard Gere in der Hauptrolle wird die Geschichte des berühmten japanischen Akita Hundes Hachiko erzählt. Vor allem Hachikos bedingungslose Treue zu seinem Herrchen, dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno ist Gegenstand des Films. Die Geschichte von Hachiko ist eine Neuverfilmung, aus dem Jahr 1987 existiert bereits ein erster Film.

Handlung Hachiko Eine wunderbare Freundschaft

Parker Wilson (dargestellt von Richard Gere) ist Universitätsprofessor für Musik. Eines Tages läuft ihm auf seinem Weg von der Arbeit nach Hause an der Bahnstation von Bedridge ein Aktia-Welpen zu. Professor Wilson bemüht sich den Besitzer des Welpen ausfindig zu machen, er bleibt dabei aber ohne Erfolg. Wilson nimmt den Akita mit nach Hause. Seine Ehefrau, Mrs. Cate Wilson, kann zunächst mit dem Hund so gar nichts anfangen und ist wenig erfreut über den Familienzuwachs. Sie versucht sogar ihn loszuwerden, in dem eine Anzeige aufgegeben wird. Erst als sie sieht, welche Freude dieser ihren Mann bereitet, ändert sich ihre Einstellung.

Zwar ist der Vorbesitzer nicht bekannt, aber da der Hund ein Halsband mit Namen darauf trägt, weiß der Professor wie sein neuer Freund heißt, Hachiko.

Nun beginnt das regelmäßige neue Leben von Hund und Professor. Jeden Morgen geht es von zu Hause zum Bahnhof, dann wartet Hachi den ganzen Tag darauf, dass sein Herrchen wieder kommt. Immer um 17 Uhr ist es soweit, Professor Wilson ist wieder da und es geht gemeinsam nach Hause.

Der treue Hachiko

Dann stirbt Professor Wilson während einer Vorlesung an Herzversagen. Sein treuer Begleiter Hachiko wartet an diesem Tag vergeblich auf die Heimkehr am Bahnhof. In der Folge zieht Mrs. Wilson aus Bedridge fort, Hachiko bleibt bei Andy, der Tochter des Paares. Der Hund läuft aber weg, natürlich zum Bahnhof. Dieser wird sein neues Zuhause. Tag für Tag wartet er hier nun darauf, dass sein Herrchen aus dem Zug steigt. Im Laufe der Zeit wird Hachiko so zur lokalen Berühmtheit von Bedridge. Zehn Jahre später kehrt Mrs. Wilson zurück in die Stadt. Sie möchtet das Grab ihres verstorbenen Mannes besuchen. Sie sieht Hachiko weiterhin treu am Bahnhof sitzen und warten. Aber auch Hachiko ist nicht unsterblich. Einige Zeit später stirbt der Hund selbst und auf der anderen Seite trifft er sein Herrchen nun wieder.

Erzählt wird die Geschichte von Hachiko aus der Perspektive des Enkel des Professors. Der Enkel soll im Rahmen einer Schulaufgabe einen Vortrag über ihren persönlichen Helden halten. Und Ronny, der elfjährige Enkel, beginnt mit der rätselhaften Herkunft von Hachi. Der Hund sei aus dem Nichts gekommen. Im Film ist allerdings am Anfang zu sehen, dass im Zug eine Kiste kaputt geht und Hachi aus dieser Kiste schlüpft.

Kritik an Hachiko

Der Film hat eine reale Vorlage (im Trailer heißt es auch Inspiriert von einer wahren Geschichte), dennoch ist Hachiko gerade am Ende wenig realistisch, wenn es um die Zusammenführung von Hund und Herrchen im Jenseits geht. Ob dieses aber immerhin tröstliche Ende ausreicht den doch immensen Verbrauch an Taschentüchern in den Minuten zuvor Einhalt zu gebieten darf bezweifelt werden. Auch wenn die Vorlage real ist, wird in dieser US-amerikanischen Produktion natürlich vor allem heile Welt rund um Professor, Hund und Treue gezeigt. Andererseits geht es ja auch um die Geschichte eines treuen Hundes und nicht um ein Gesellschaftsdrama.

Hundeliebhaber haben mit diesem Film natürlich ein Problem. Einerseits ist diese Tragikkomödie keine wirklich schwere Unterhaltung sondern eher seicht zu nennen und sicherlich ist Hachiko ein Muss für Hundefans. Andererseits dürfte dieser Film trotz des versöhnlichen Endes schwer zu ertragen sein.

Dreharbeiten, Filmhund - rund um Hachiko

Filmhund und Hundetrainer

Für den Film Hachiko Eine wunderbare Freundschaft wurden insgesamt vier Hunde eingesetzt. Als Welpe wird Hachiko allerdings von einem Shiba-Hund gespielt. Danach kommen drei verschiedene Akita-Hunde namens Chico, Layla und Forrest zum Einsatz. Tiertrainerin des Welpen war Gleanna Doyle, weitere Tiertrainer waren David Allsberry, Mark Harden und Tracy Kelly. Koordiniert von Boone Narr. Gleanna Doyle war als Tiertrainerin u.a. auch für Krieg der Welten tätig gewesen. Boone Narr u.a. für Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2. Boone Naar gehört die Firma Animals for Hollywood.

Drehorte von Hachiko

Die Originalgeschichte spielt in Japan, in der Verfilmung von 2009 ist die Geschichte aber komplett in den USA angesiedelt. Und so fanden die Filmaufnahmen größtenteils im US-amerikanischen Bundesstaat Rhode Island statt. Gedreht wurde in Bristol und Woonsocket sowie im Columbus Theatre Arts Center in Providence und an der University of Rhode Island in Kingston. Die Bahnhofsbilder wurden in Woonsocket am ehemaligen Zugdepot der Providence and Worcester Railroad und dessen Vorplatz aufgenommen. Der Backsteinbau dient jetzt der Blackstone Valley Heritage. Auf dem Platz gibt es eine Kopie des Original-Hundedenkmals aus Shibuya in Japan. Einige Einstellungen wurden in Japan gedreht.

Der echte Hachiko

Der echte Akita-Hund Hachiko wurde am 10. November 1923 geboren, er starb mit 11,5 Jahren am 8. März 1935 in Tokio.Akita-Hunde gelten noch heute in Japan als Inbegriff der Treue. Anders als im Film oben war die Herkunft des echten Hachiko bekannt. Allerdings waren auch hier dem Hund und dem Professor nur eine kurze Zeit vergönnt, bereits 1925 stirbt sein Herrchen, Universitätsprofessor Hidesaburo Ueno an einer Hirnblutung. Der echte Hachiko wartet von nun an jeden Tag zu einer festen Zeit am Bahnhof auf sein Herrchen. Zu Beginn wird der Akita Hund am Bahnhof noch als Störenfried gesehen, später sorgt man sich hier um den Vierbeiner. Ein ehemaliger Student des Professors veröffentlicht sogar einen Artikel über Hachikos Geschichte, diese wird 1932 veröffentlicht und so wird der treue wartende Hund über Tokio hinaus bekannt. 1934 wird eine Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs errichtet, Hachiko ist bei dieser Ehrung anwesend. Am 8. März 1935 wird Hachiko schließlich tot in einer Straße in Shibuya gefunden. Fast zehn Jahre des Wartens liegen da hinter ihm. Sein Körper befindet sich heute präpariert im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Tokioter Bezirk Ueno.

Hundefilm mit Richard Gere

Natürlich steht bei diesem Hundefilm der vierbeinige Darsteller im Mittelpunkt. Aber es ist nun mal ein Hundefilm mit Richard Gere. Und dieser spielt den Professor sehr überzeugend und auch die Liebe zu seinem neuen Weggefährten kommt gut rüber.

Dieser Film gehört zu den traurigen Hundefilmen

Wie traurig ist dieser Hundefilme? Auf unserer Skala bekommt Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft 7 von 10 Taschentüchern. Traurige Hundefilme